„So muss Schule“

Am 24. und 25. April 2026 wurde die Montessori-Schule Dachau zum inspirierenden Zentrum einer längst überfälligen Bildungsdebatte. Als engagierte und wunderbare Gastgeberin bot sie den idealen Rahmen für die Fachtagung „So muss Schule!“ des Bündnis Gemeinschaftsschule Bayern – zwei Tage voller Fachwissen, Visionen, bewegender Perspektiven und klarer politischer Botschaften.
Fünf herausragende Referent:innen lieferten dafür eindrucksvolle Impulse: Margret Rasfeld, Reinhard Stähling, Stefan Ruppaner, Tim Wiegelmann und Leonie Feitenhansl zeigten aus unterschiedlichen Blickwinkeln, wie Schule neu gedacht und neu gestaltet werden kann.
Die Moderation der Vorträge und Diskussionsrunden übernahm Tina Uthoff, Vorsitzende des Forum Bildungspolitik in Bayern e.V. Mit ihrer klaren und engagierten Gesprächsführung sorgte sie dafür, dass die vielfältigen Perspektiven der Tagung konstruktiv zusammengeführt wurden.
Unser Techniker David Stadlmayr zeichnete alle Vorträge auf; sie können auf der Homepage des Bündnis Gemeinschaftsschule Bayern abgerufen werden. Beeindruckend war auch das Graphic Recording von Britta Krondorf, das die Tagung sozusagen auf einen Blick zusammenfasst:

So inspirierend, konstruktiv und lösungsorientiert diese zwei Tage auch waren, es blieb ein entscheidender Wermutstropfen bestehen: Die Bayerische Staatsregierung (CSU/FW) sowie das Bayerische Kultusministerium blieben der Fachtagung trotz ausdrücklicher Einladung fern. Gerade jene politischen Verantwortungsträgerinnen, die maßgeblich über die Zukunft des Bildungssystems entscheiden, verzichteten erneut auf die Chance zum offenen Dialog mit Expertinnen, Lehrkräften, Eltern, Schüler*innen und zivilgesellschaftlichen Initiativen.
Seitens der Lernwirkstatt Inklusion bedauern wir das Fernbleiben der Regierungsverantwortlichen in besonderer Weise, weil sie damit einerseits den nachgewiesenen Notwendigkeiten einer grundlegenden Veränderung des Bildungswesens, andererseits aber auch den Bildungsbedürfnissen benachteiligter junger Menschen die kalte Schulter zeigen. Inklusion bleibt in Bayern ein Lippenbekenntnis.
